Virushepatitiden sind durch Viren verursachte Entzündungen der Leber. Man unterscheidet Hepatitis A, B, C, D und E. Während Hepatitis A und E in der Regel akut verlaufen und meist von selbst ausheilen, können insbesondere Hepatitis B, C und D chronisch werden.
Da eine Virushepatitis lange Zeit keine oder nur unspezifische Beschwerden verursacht, bleibt sie häufig unbemerkt. Müdigkeit, Leistungsminderung, Übelkeit oder erhöhte Leberwerte können erste Hinweise sein. Eine gezielte Blutuntersuchung ermöglicht es, eine Infektion festzustellen und ihre Aktivität zu beurteilen.
Ergänzend zur Blutuntersuchung können eine Ultraschalluntersuchung und eine nicht invasive Messung der Lebersteifigkeit notwendig sein, um mögliche Leberschäden zu erkennen.
Die Behandlungsmöglichkeiten haben sich in den vergangenen Jahren wesentlich verbessert. Eine chronische Hepatitis C kann heute durch eine meist acht- bis zwölfwöchige, gut verträgliche Tablettentherapie in über 95 Prozent der Fälle dauerhaft geheilt werden. Bei chronischer Hepatitis B lässt sich die Virusvermehrung mit modernen Medikamenten langfristig wirksam unterdrücken. Gegen Hepatitis A und B gibt es wirksame Schutzimpfungen; die Hepatitis-B-Impfung schützt zugleich vor Hepatitis D.
Auf Grundlage meiner mehr als 30-jährigen Erfahrung an einer Universitätsklinik biete ich eine umfassende Abklärung, individuelle Beratung und Behandlung von akuten und chronischen Virushepatitiden – dazu gehören auch die Beurteilung unklarer Laborbefunde, die Überprüfung früherer Diagnosen, die Beratung zu Impfungen sowie die langfristige Betreuung bei chronischen Infektionen.