Bei Autoimmunerkrankungen der Leber richtet sich das Immunsystem irrtümlich gegen körpereigene Strukturen. Zu den wichtigsten zählen die Autoimmunhepatitis (AIH), die primär biliäre Cholangitis (PBC) und die primär sklerosierende Cholangitis (PSC).
Bei der Autoimmunhepatitis greift das Immunsystem vor allem die Leberzellen an. Die Erkrankung kann in jedem Lebensalter auftreten und sich sehr unterschiedlich zeigen. Für die Diagnose werden Blutuntersuchungen einschließlich spezieller Autoantikörper und Immunglobuline durchgeführt. Die Behandlung erfolgt mit Medikamenten, welche die überschießende Reaktion des Immunsystems bremsen.
Die primär biliäre Cholangitis betrifft vor allem die kleinen Gallenwege innerhalb der Leber und tritt überwiegend bei Frauen auf. Typische Beschwerden können ausgeprägte Müdigkeit, Juckreiz sowie trockene Augen und ein trockener Mund sein. Eine frühzeitige medikamentöse Behandlung kann den Verlauf günstig beeinflussen.
Bei der PSC kommt es zu Entzündungen und Vernarbungen der Gallenwege innerhalb und außerhalb der Leber, wodurch sich Engstellen bilden können. Die PSC tritt häufig gemeinsam mit einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung auf. Regelmäßige Kontrollen und die frühzeitige Behandlung von Engstellen und Entzündungen sind besonders wichtig.
Die Diagnose stützt sich auf das Gesamtbild aus Beschwerden, Leberwerten, Autoantikörpern, Immunglobulinen und bildgebenden Untersuchungen. Aufgrund meiner langjährigen Spezialisierung auf autoimmune Lebererkrankungen biete ich eine umfassende Abklärung, eine verständliche Beratung sowie eine persönliche langfristige Betreuung.